Mitsprache bedeutet Menschlichkeit
Shownotes
„Mensch, du hast Recht“. Wer vertritt eigentlich Ihre Rechte in der Deutschen Rentenversicherung? Wer setzt sich dafür ein, dass Sie gehört werden? Lernen Sie mit „rehalitätsnah“-Host Dr. Marco Streibelt in dieser Folge eine Selbstverwalterin kennen, die diese Verantwortung übernimmt: Rebecca Liebig. In der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund gestaltet sie aktiv mit, welche Leistungen in Rehabilitation und Prävention angeboten werden. Sie setzt sich dort für eine hochwertige Versorgung ein und legt wichtige Qualitätsstandards mit fest. Für sie bedeutet Mitsprache vorallem eins: Menschlichkeit.
Erfahren Sie, was ein überraschender Unfall im Sportunterrricht mit ihrem Weg ins Ehrenamt zu tun hat, wie Rebecca Liebig aktuell auf Themen wie Forschungsförderung und Versorgung blickt und welche Rolle sie im Schlichtungsausschuss bei Widerspruchsverfahren übernimmt. Außerdem verrät Rebecca Liebig, warum ihr Engagement ihr bis heute Freude macht - und wie ein Rasentrimmer ganz praktisch zum Erkenntnisgewinn beiträgt. Neugierig geworden? Dann hören Sie jetzt in die neue „rehalitätsnah“-Folge rein.
Foto: DRV Bund
Impressum:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Service/Footer/Impressum/impressum_node.html
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00:00:00: Mensch, du hast Recht.
00:00:02: Aber wer vertritt eigentlich in der deutschen Rentenversicherung ihre Rechte?
00:00:06: Wer steht für sie ein und wie?
00:00:08: Lernen Sie mit mir heute eine Selbstverwalterin kennen.
00:00:23: Heute starte ich sachlich!
00:00:24: Die Deutsche Renten- versicherung Bund ist selbst verwaltet – das bedeutet, Arbeitnehmer und Arbeitgeber leiten die Geschicke.
00:00:32: sogenannte Selbstverwalter ändern.
00:00:35: Das tun Sie über die Vertreterversammlung oder auch den Vorstand.
00:00:39: In diesen Gremien sind je zur Hälfte Vertreterninnen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern aktiv für sie dabei, und sorgen dafür dass die Beiträge im Sinne der Beitragszahlen verwendet werden.
00:00:51: Darüber hinaus werden besondere Aufgaben in der Selbstverwaltung übernommen etwa zu Fragen der Organisation der Rentenversicherung des Personals der Finanzen und auch der Rehabilitation.
00:01:02: Die Selbstverwaltung gestaltet mit, welche Leistungen in Reha und Prävention erbracht werden sollen.
00:01:07: Sie setzt sich für eine gute Versorgung ein und legt Qualitätsstandards fest.
00:01:13: Aber wer sind diese Menschen?
00:01:15: Wie kommen sie in dieses Ehrenamt die Selbstverwaldung?
00:01:19: Was bedeutet das für sie selbst aber auch für uns und für die Rehabilitation?
00:01:24: Das möchte ich jetzt mit Rebecca Liebig besprechen!
00:01:30: Ganz herzlich willkommen, Frau Liebig.
00:01:33: Hallo!
00:01:33: Starten wir ganz persönlich.
00:01:35: wie stellen Sie sich eigentlich andere Menschen vor?
00:01:38: Eigentlich so, wie ich mich immer vorstelle.
00:01:40: Mein Name haben sie ja schon gesagt Rebecca Liebig.
00:01:43: Ich bin Mitglied im Bundesvorstand von der Gewerkschaft Verdi und dort auch in der Funktion Selbstverwalterin sein zu dürfen und zwar für eine der sehr großen Organisationen der deutschen Rentenversicherung.
00:01:55: Und erlauben Sie mir noch eine persönliche Nachfrage, was bedeutet für Sie Menschlichkeit im Kontext der deutschen Rentnerversicherung?
00:02:02: Das bedeutet mir sehr viel.
00:02:04: Denn Menschlichkeit beginnt ja dort wo Menschen selber auch eine Mitsprache haben.
00:02:09: Wo Menschen ihre Betroffenheit nicht nur spüren sondern wissen dass ihre Betroffene ernst genommen wird und andere Menschen in der Lage sind ihnen dabei behilflich zu sein.
00:02:18: das ist für mich Menschlichkeit und das spiegelt die deutsche Rentnenversicherung sehr gut wieder.
00:02:24: Okay, wunderbar Frau Liebig.
00:02:26: Kurz ganz grundlegend die Selbstverwaltung ist ja so ein schillerndes Wort.
00:02:30: Wie würden Sie Leyen erklären was die Selbst Verwaltung eigentlich bedeutet und was die selbst Verwaltungen in der deutschen Rentenversicherung bedeutet?
00:02:38: Da gehe ich vielleicht mal einen Schritt zurück.
00:02:40: Warum gibt es überhaupt Selbst verwaltung?
00:02:43: Genau die Frage diese gestellt haben wofür wenn wir überlegen?
00:02:46: Es gibt Lebensrisiken innerhalb der Arbeitswelt.
00:02:50: Da kann man krank werden, man kann arbeitslos werden.
00:02:53: Man kann seine Arbeit verlieren und einen Unfall haben.
00:02:56: für all diese Risiken gibt es Institutionen, Organisationen.
00:03:00: Für Krankheiten kennen wir alle die Krankenkassen.
00:03:03: Wenn ein Unfall passiert während der Arbeit, dann haben wir die Unfallkassen.
00:03:06: Wir haben wenn ich arbeitslose werde die Bundesagentur für Arbeit wenn ich in Rente gehe bzw.
00:03:13: in der Arbeitswelt aber auch schon leiden habe, damit ich gleich länger arbeiten kann haben wir die deutsche Rentenversicherung.
00:03:20: diese Institutionen sind eigentlich eine staatliche Aufgabe.
00:03:24: warum?
00:03:24: Wir zahlen jeden Monat dafür jederzeit seine Beiträge ein und deswegen ist das ne staatliche aufgabe.
00:03:29: und da hat der Staat gesagt naja eigentlich würde ich dieser Aufgabe ja durchaus gut wahrnehmen aber ich glaube ich muss irgendwie die Betroffenen doch mit einbeziehen.
00:03:37: Und so entstand die Idee der Selbstverwaltung, das heißt diese Organisation verwalten sich selber mit dem Ziel, die Betroffenen mit einzubinden.
00:03:48: Das passiert einmal auf der Arbeitgeberseite, denn die Hälfte der Beiträge zahlt in der Regel der Arbeit Geber und dann auch die Versichertenseite.
00:03:56: Ich wiederum vertrete in dieser Konstruktion die Versicherthenseite, das heisst ich habe den Blick ganz stark darauf.
00:04:03: Wie geht es den Versicherten?
00:04:04: Was brauchen Sie, welche Risiken sind dann auch wirklich alle abgedeckt.
00:04:09: Das ist ganz interessant.
00:04:10: das heißt Selbstverwaltung.
00:04:11: ich muss es also ich versuche sich jetzt mal für mich zu klären dass muss ich mir das so vorstellen wie eine gesellschaft der Versammlung eines Unternehmens
00:04:18: ja Der Untersteht besteht darin, dass eine sind.
00:04:21: Man kennt das Aktiengesellschaften, DAX-Gesellschaften und so.
00:04:25: Das andere ist aber staatlich.
00:04:27: Und deswegen heißt es bei uns soziale Selbstverwaltung weil es um die sozialen Belange geht und selbst Verwaltung... weil es halt eine juristische Geschichte ist.
00:04:37: Das heißt, der Staat wollte seinerzeit auch eine gewisse Eigenständigkeit dieser Institutionen sicherstellen?
00:04:41: Auch eine gewissen Unabhängigkeit von einer konkreten Politik?
00:04:44: Richtig!
00:04:44: Und das ist auch sehr gut.
00:04:45: Denn sonst würde sich das – wir wissen in der Politik – sich das ja ständig ändern und so haben wir eine Basis und jeder hat auch eine Gewisse Sicherheit und eine gewissere Ruhe genau, weil wir sagen, dass Folg einerseits uns die Regierung, wir sind sozial Wir haben eine soziale Regierung und deswegen ist dieser Begriff an der Stelle auch so wichtig.
00:05:07: Deswegen gibt es die Selbstverwaltung.
00:05:08: Das ist ganz spannend, geht sicherlich oft bis Markt zurück.
00:05:12: Ja das ist richtig!
00:05:14: Gut Frau Liebig vielleicht kurz zu Ihnen weil die Frage habe ich mir ja auch schon häufiger gestellt wie wird man eigentlich selbst Verwalterin?
00:05:20: also wie war ihr persönlicher Weg in die Selbst verwaltungen?
00:05:23: Also sie werden lachen.
00:05:25: über Selbstverwartung bin ich regelrecht gestolpert.
00:05:27: warum?
00:05:28: Der eine oder andere kennt das, man ist in der Schule und man hat Sport.
00:05:32: Und zack passiert irgendetwas!
00:05:34: Ich hab mir den Zahn weggehauen... ...und da lernte ich tatsächlich die Unfallkasse kennen.
00:05:39: Da war ich aber zwölf und ich war so nett, habe ich immer gedacht, dass wäre ja auch nicht schlecht mal hier zu arbeiten.
00:05:44: Da wusste ich von dem Begriff Selbstverwaltung noch gar nichts später als sich natürlich anfing zu arbeiten Und dann sieht man ja auch, was man alles bezahlen muss an Steuern und an Beiträgen.
00:05:55: Fragt man sich schon, wo sammelt sich eigentlich dieses ganze Geld?
00:05:58: Was die mir netterweise abziehen.
00:06:00: Die Selbstverwaltung wurde für mich aber dann noch mal konkret wichtig.
00:06:03: Ich bin ja Arzt-Helferin und habe denn dann auch innerhalb dieser Ausbildung natürlich etwas von Krankenkassen und Krankenkastenwesen kennengelernt unter anderem aber auch über Rente ganz viel gelernt und Unfallkassen.
00:06:18: Und so hatte ich zumindest mal dort die erste Berührung damit, später als ich dann in der Krankenkasse selber tätig war gab es natürlich Selbstverwalter.
00:06:27: da habe ich sie kennengelernt denn die sind ja den Dann auch ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Kranken Kasse.
00:06:34: und Als ich denn dann bei Verdi als Gewerkschafterin unterwegs sein durfte Da war's auch ganz klar dass Ich mich für die deutsche Rentenversicherung Interessiere und ich auch dafür einsetzen möchte das Die Belange von Versicherten gut auch tatsächlich angegangen werden.
00:06:49: Und man wird gewählt in dieses Amt, oder?
00:06:54: Das ist vollkommen richtig!
00:06:55: Es ist nicht so, dass man sich darauf bewerben kann, denn es ist ein Ehrenamt.
00:06:58: und ein Ehrendamt wie das Wort schon sagt, beinhaltet natürlich die Freiwilligkeit.
00:07:03: und es gibt andere, die sagen Mensch, die könnte unseren Interessen gut vertreten.
00:07:08: und diese Wahl, die findet tatsächlich statt demnächst wieder zwanzig neunundzwanzig muss ich mal ganz kurz antiesern Ein bisschen hin.
00:07:17: Ist noch ein bisschen hin, aber die Vorbereitungen laufen und dort gibt es dann verschiedene Listen, dass man sagt das ist die Arbeitgeberliste, die würden gerne den und denen vorschlagen wir von der versicherten Seite sagen ach wir haben ja auch ein paar die schon gedient sind das heißt sie kennen sich da gut aus wie könnten uns gut vertreten und wir stellen ebenfalls eine Liste zusammen und dann werden diese Listen gewählt und zwar von den Versicherten und von den Rentnerinnen und Rentner jetzt innerhalb der deutschen Rentenversicherung Und dann weiß man, okay die sind gewählt und die vertreten jetzt auch unsere Rechte.
00:07:49: Die Sozialwahl ist das um es genau zu sagen.
00:07:52: Und zwanzig, neunzwanzig das nächste Mal wieder wie erfährt man denn von der sozialen Welt?
00:07:56: Wissen Sie das zufällig genau?
00:07:57: also ich persönlich als versichertem Mensch wie erfahre ich davon dass sich an einem bestimmten Tag in den Zwanzig Neunzwzig Frau Liebig wählen könnte.
00:08:07: Ich hoffe, dass Sie da auf jeden Fall was von erfahren angeschrieben werden.
00:08:11: Das ist das eine.
00:08:12: Aber sie bekommen natürlich auch Werbung.
00:08:14: Sie bekommen Werbung der deutschen Rentenversicherung aber auch von uns als Selbstverwalter.
00:08:19: Als Wahlwerbung quasi?
00:08:20: Als Wahl-Werbung selbstverständlich!
00:08:22: Denn wir stellen uns ja dann auch zur Wahl... Und sie werden das aber auch, denke ich über die verschiedenen sozialen Medien erfahren.
00:08:29: Also die Vorbereitungen laufen an der Stelle und wir wollen das publik machen damit tatsächlich viele Menschen davon erfahren.
00:08:37: Denn den Punkt, den Sie jetzt ja gerade angesprochen haben ist insofern wichtig weil wir mitbekommen haben dass die Wahlbeteiligung leider sehr schlecht ist.
00:08:45: Das heißt nicht was es die Mensch nicht interessiert.
00:08:48: auf diese Auffassung vertrete ich nicht.
00:08:49: Ich glaube, sie erfahren viel zu spät darüber oder können sich nichts darunter vorstellen, wofür das gut sein soll wenn es dann irgendwo im Briefkasten liegt?
00:08:57: Oder man bekommt ... Man sieht über TikToks und Social-Medias irgendjemand der erzählt etwas von sozialer Selbstverwaltung und von Sozialwahlen.
00:09:06: Schon allein die Begriffe sind so umständlich für unsere heutige Zeit.
00:09:08: aber so ist das nun mal und deswegen hoffe ich dass Sie das auf jeden Fall mit kriegen
00:09:12: werden.
00:09:12: Naja, ich hoffe nicht, dass Sie ein Angyzismus draus machen!
00:09:16: Aber nochmal auch ein Statement von mir hier an der Stelle.
00:09:19: Ich habe das lange Zeit als Mitarbeiter der deutschen Rentenversicherung unterschätzt, welche Rolle die Sozialwahl spielt.
00:09:25: aber das ist ja die Möglichkeit für Menschen wie sie es gerade angebracht haben einen Stück weit mit zu entscheiden was mit meinen Geldern passiert.
00:09:33: weil die Abgaben hat man und man kann darüber sich streiten und kann darüber meckern.
00:09:37: aber man kann auch versuchen sich zu engagieren indem man zum Beispiel Menschen in die Selbstverwertung wählt wo man glaubt dass Sie dann darauf aufpassen mit gute Sachen geschehen.
00:09:46: Was geschieht denn damit also?
00:09:48: Was bedeutet dieses Ehrenamt eigentlich, was macht eine Selbstverwalterin?
00:09:52: Eine Selbstverwaltung entscheidet unter anderem darüber wie die Finanzen eingesetzt werden.
00:09:57: natürlich gibt es ein Bereich wo wir nicht drüber entscheiden Personal und so weiter.
00:10:00: das entscheiden wir nicht aber wir entscheiden da.
00:10:02: drüber wird etwas angeschafft.
00:10:04: Zum Beispiel haben wir Techniken, die denn auch tatsächlich heute greifen, die eine Erleichterung darstellen können wenn es darum geht eine gute Beratung sicherzustellen.
00:10:13: Wenn das darum geht dass jemand sagt Mensch ich habe einen Antrag und ich weiß gar nicht wie ich den ausfüllen soll Wie kann das funktionieren?
00:10:21: Da machen wir uns in der Selbstverwaltung Gedanken drum zusammen natürlich mit dem Präsidium und den Präsidenten und Geschäftsführungen wie so etwas gestaltet wird.
00:10:30: Das ist der Eine.
00:10:32: Der andere Part ist, dass wir auch ganz genau gucken wie sind unsere Reha-Kliniken ausgestattet.
00:10:36: Denn eine Rehabilitation das bedeutet hatte ich einen Unfall und ich möchte, dass ich wieder relativ schnell wieder in Arbeit komme.
00:10:45: Das heißt die Krankheit selber ist schon sozusagen nicht mehr vorhanden aber ich muss mobilisiert werden.
00:10:50: Das ist der eine Teil, der Andere ist die Prävention.
00:10:53: Ich merke schon den Rücken da knackst es ab und zu und dementsprechend brauche ich eine Prävenzion, Darüber macht sich die Selbstverwaltung Gedanken und sagt, die Reha-Klinik muss so ausgestattet sein, dass sie ihrem Ziel tatsächlich gerecht wird.
00:11:07: Und da gibt es verschiedenste ... je nach Diagnose, verschiedene Schwerpunkte.
00:11:12: Da schauen wir drauf.
00:11:13: Stimmt das Gebäude noch?
00:11:15: Sind die Gerätschaften auch tatsächlich so, dass die auf dem neuesten Stand sind?
00:11:18: Haben wir Ärzte, die gut ausgebildet sind genau für diesen Bereich
00:11:22: usw.?
00:11:23: Aber das machen Sie nicht selbst!
00:11:25: Das mache ich nicht in Persona selber, sondern wie als Selbstverwalter bekommen dann oft ein Bericht oder manchmal einen Angebot, was wir uns anschauen.
00:11:35: Und dann überlegen die Arbeitgeberseite überlegt ist das alles tragbar?
00:11:39: Also sprich ist das finanziell auch möglich wie von der versicherten Seite sagen ja es muss natürlich finanziert werden können.
00:11:45: aber bringt es den Betroffenen an der Stelle auch tatsächlich etwas?
00:11:48: und darüber diskutieren wir dann.
00:11:49: und dass machen wir regelmäßig und sehr intensiv
00:11:53: Und das ist ja eine Pari-Pari verteilen, sodass alle Interessen in der Gesellschaft halbwegs gut verteilt sind.
00:11:58: Sodass man dann davon ausgeht, dass ausgewogene Entscheidungen getroffen wird?
00:12:02: Das ist unser Ziel.
00:12:03: und es ist auch nicht so, dass wir sozusagen versuchen die andere Seite irgendwie auszubuten sondern es geht tatsächlich darum eine Entscheidung zu treffen, die für alle nicht nur tragbar, sondern die gut ist.
00:12:16: Wir versuchen immer, eine konsensuale Entscheidung zu stellen.
00:12:20: Das ist uns als Verwalterinnen auch sehr wichtig!
00:12:22: Und wie oft klappt das?
00:12:24: In der Regel klappt es ganz gut für Feid natürlich an der einen oder anderen Stelle.
00:12:29: Aber am Ende kommen wir dann doch zu einem Ergebnis, dass du sagst, wenn wir das noch ein bisschen verrücken oder das noch etwas anders stellen, sind alle Interessen befriedigt und darum geht es.
00:12:41: und von daher gesehen, doch das funktioniert.
00:12:43: Also muss man sich das eigentlich wie in der Politik vorstellen?
00:12:46: Wie im Bundestag wenn um Gesetze gestritten wird, man versucht einen Konsens zu finden, der alle zufrieden steht.
00:12:50: Mit dem Unterschied wir finden einen Konsenz in der Politik, ist das nicht immer der Fall!
00:12:54: Okay
00:12:56: gut ein Kernbereich haben Sie schon angesprochen, der uns auch interessiert die Rehabilitation.
00:13:01: Wie wirken sich die Entscheidungen der Selbstverwaltung denn auf das konkrete Leistungsgeschehen aus?
00:13:06: Die sind schon auf die Qualität glaube ich eingegangen.
00:13:10: Welche Dinge gestalten Sie dann noch mit?
00:13:13: Wir gestalten unter anderem mit, dass wir sagen okay wenn wir einen ein Klinikum haben was nicht so gut ausgestattet ist.
00:13:21: Dann entscheiden wir darüber ok behalten wir es im Sinne von modernisieren ist.
00:13:28: Oder müssen wir sagen, lohnt sich nicht aus fiskalischen Gründen sondern wir müssen das tatsächlich neu aufsetzen.
00:13:34: und so schauen wir uns momentan gerade die Kliniken insbesondere an weil wir sie in einem guten Zustand einen gut modernen Zustand auch haben möchten.
00:13:43: denn wir sehen dass wenn wir die kliniken die wir schon modernisiert haben die kommen natürlich sehr sehr gut an denn da sind nicht nur tolle geräte und auch ein toller service auf all diese Sachen achten wir, sondern wir merken auch, dass die Menschen dann gerne diese Kliniken wählen.
00:13:58: Und das ist für uns ja dann die Bestätigung, dass wir da eine gute Entscheidung getroffen haben wenn die Klinik ausgelastet
00:14:03: sind.".
00:14:04: Also die eigenen Kliniken, die eigenen Einrichtungen der deutschen Rentenversicherung werden sie durch Sie mit sozusagen gemonitort und Sie entscheiden über diese Standorte auch über die Ausgestaltung der Standorte.
00:14:15: Da nehmen Sie ja die Rolle eines Klinikbetreibers wenn man sowieso ein bisschen ein Stück weit.
00:14:19: Ganz
00:14:20: gewiss!
00:14:20: Denn wir wollen natürlich auch an dieser Stelle eine gute Wirtschaftlichkeit haben also einerseits versicherte gut beraten beziehungsweise auch gut stützen innerhalb... ihre Krankheit beziehungsweise Genesung.
00:14:34: Andererseits wollen wir das aber auch wirtschaftlich gestalten, dass wir das lange für viele machen können, auch zukunftsorientiert.
00:14:40: Und der Vorteil ist, dass Sie halt diese Ruhe haben und das in Ruhe langfristig planen können und nicht abhängig sind von der Kurzfristigkeit der Politik, womit wir wiederum anfangen werden.
00:14:48: Übrigens Frau Liebig ganz spannend!
00:14:50: Wir hatten dieses Thema der Modellisierung.
00:14:56: Immobilienabteilungen können Sie sich hier nicht.
00:14:58: Der ist häufig in Ihren Grebenen bestimmt, aber man muss die Angebote vertreten.
00:15:02: Er war hier zu Gast und hat uns was über heilende Architektur Andrea Antrim erzählt.
00:15:05: Das kann ich mir sehr gut vorstellen, denn das war einer unserer Schwerpunkte als es darum ging zum Modernisieren.
00:15:12: Was bedeutet modernisieren?
00:15:14: Und wie wirkt es auf die Psyche des Menschen?
00:15:17: Und das hat ja uns sehr, sehr gut nahe gebracht!
00:15:20: Das ist ja total interessant, das heißt eine Selbstverweiterin hat nicht nur mit rein verwaltungsseitigen Sachen zu tun sondern auch durchaus mit inhaltlichen Dingen und um die Rehabilitation.
00:15:28: Wir selbst merken das übrigens auch.
00:15:31: der Vorstand hat ja verschiedene Ausschüsse darf ich sagen.
00:15:34: ein Ausschuss beschäftigt sich Und mit diesem Ausschuss haben wir relativ viel zu tun, gerade wenn es um die Weiterentwicklung geht.
00:15:42: Wenn es um neue Forschungsprojekte geht dann stellen wir diesen Ausschuss vor und der Ausschuss entscheidet letztlich auch im Auftrag des Vorstandes, ob diese Forschungs Projekte durch uns gefördert werden oder wie ich gehen oder anders machen.
00:15:55: Insofern haben wir da auch relativ viel mit der Selbstverwaltung zu tun.
00:16:00: An der anderen Stelle haben Sie bestimmt auch mit der selbstverwaltung zu tun und zwar wenn es darum geht wie ist die personelle Ausstattung?
00:16:06: Da schauen wir natürlich auch immer ganz genau drauf, weil wir möchten dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Deutschmeldung Versicherung sich... nicht falsch verstehen, dass diese durch die Arbeit nicht krank werden.
00:16:17: Also müssen es genug Personen sein.
00:16:19: und aber auch das die Ausgestaltung der Arbeit heißt also wie gearbeitet wird?
00:16:23: Auch da schauen wir ganz genau hin.
00:16:25: Die Servicezentren die eingerichtet worden sind ist eine Idee beziehungsweise ein Ergebnis davon.
00:16:30: was man gesagt hat ist es nicht besser zu konzentrieren und dass die Kolleginnen und Kollegen denn dann an der Stelle sozusagen immer verfügbar in dem Sinne die Fragen schneller beantworten zu können?
00:16:40: Dann haben wir festgestellt ja in anderen Unternehmen auch.
00:16:45: Die Demografie lässt da natürlich zu wünschen übrig und haben uns Gedanken gemacht, wie kriegen wir das aufgefangen?
00:16:50: Wie bekommen wir trotzdem die Fragen gut beantwortet und haben den dann Techniken uns vorstellen lassen ob es jetzt Chatbots sind usw.
00:16:58: Also auch da sind wir sehr aktiv
00:17:00: unterwegs.".
00:17:01: Das hilft ja den Versicherten direkt.
00:17:02: also sie haben sozusagen Beratung zentralisiert.
00:17:05: mit solchen strategischen Entscheidungen haben Sie zu tun ist ja hoch interessant.
00:17:10: Kommen wir vielleicht nochmal ganz kurz zurück zur Reha, was mich noch interessiert.
00:17:15: Gibt es denn aktuelle und zukünftige Entwicklungsthemen im Bereich Reha die Sie besonders interessieren?
00:17:20: Die Sie vielleicht auch in der Selbstarbeitung gerade besonders zum Thema haben?
00:17:24: Ja, wir haben zum Thema dass wir uns anschauen wo haben wir überall die Reha Einrichtungen einerseits und das diese auch gut verteilt sind.
00:17:33: Das heißt deutschlandweit auch gut verteilt sind.
00:17:36: es macht ja wenig Sinn was man sagt in der einen Bundesland sind nur zwei und bei dem anderen sind fünf sondern als wir wirklich auch gucken wo sie die Schwerpunkte und damit beschäftigen wir uns gerade intensiv und dem in diesem Rahmen denn dann auch über die Zukunft der Reha Zentren und der Modernisierungsgedanke.
00:17:53: Okay vielen Dank Aber Sie haben ja noch eine andere Rolle, habe ich gehört.
00:17:57: Sie sind nämlich unter anderem auch in einem Widerspruchsausschuss in Hessen.
00:18:02: Können sie mir ein bisschen mehr erklären was ist ein Widerspruchs-Ausschuss und was machen Sie da eigentlich?
00:18:08: Das stimmt!
00:18:09: Da war ich einmal der beschäftigt sich damit.
00:18:11: Sie stellen einen Antrag und dann sagt die Organisation bleiben wir mal bei der deutschen Rentenversicherung.
00:18:17: Die sagt dann ne also ihren Antrag auf Prävention oder auf die und die Leistung können wenn nicht nachkommt tut uns furchtbar leid.
00:18:25: Und dann bekommen sie einen Brief zurück.
00:18:27: Dagegen können Sie sich wehren, juristisch, indem Sie ein Widerspruch einlegen.
00:18:31: Das heißt, Sie sind mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und das tun Sie kund, indem sie dort hinschreiben und argumentieren, warum Sie damit nicht einverständlich sind.
00:18:39: Auf der anderen Seite bei der Deutschen Rentenversicherung sitzen dann Widerspruchsberaterinnen und Berater in den Ausschüssen drin und die gucken sich tatsächlich ihre Erklärung an und sagen, hm, das ist eigentlich schnachvollziehbar Mit der Organisation, mit
00:18:57: dem Träger.
00:18:57: Sie sind also Anwältinnen in diesem
00:19:00: Moment?
00:19:00: Genau und dann wird argumentiert.
00:19:02: Dann sagt der Träge aus dem Grund XY und wir Argumentieren sagen ja aber nachvollziehbar aus denen und den Gründen dieser Fall scheint besonders zu sein usw.
00:19:12: Nach dieser Beratung die wir haben im Widerspruchsausschuss gibt es denn ein Ergebnis und dieses Ergebnis wird dann dem Betroffenen mitgeteilt.
00:19:21: Also wer sitzt da noch drin außer Ihnen in diesem Ausschuss?
00:19:24: Auch diese Ausschüsse sind paritätisch besetzt, das heißt sowohl für die Versicherten Seite gibt es welche und natürlich auch von der Arbeitgeber-Seite.
00:19:31: Und auch dort gleicher Gedankengang, Konsens.
00:19:34: wir argumentieren und wollen uns denn dann auf etwas verständigen.
00:19:40: Wenn jetzt das Ergebnis aber trotzdem so ist dass ich zum Beispiel sage innerhalb des Widerschußes eigentlich ist das überhaupt nicht richtig kann aber die Betroffene selbstverständlich gegen diese Entscheidung eine Klage einlegen.
00:19:54: Das heißt, es ist da nicht zu Ende und dann geht's ins Klageverfahren.
00:19:59: Aber der Widerspruch dient letztendlich dazu erst mal darüber nachzudenken und auch zu hören was sagt denn die Gegenseite?
00:20:05: Und beziehungsweise kann man dem eventuell abhelfen!
00:20:08: Und das ist eigentlich unser tragender Gedanke.
00:20:10: wir würden gerne den Widerspruch auch abhälfen indem man das wirklich abwägt.
00:20:16: Stimmt das, was hier gesagt wird?
00:20:18: Kann man es auch anders entscheiden.
00:20:19: Also so eine Art Schlichtungsausschuss?
00:20:21: Ja!
00:20:21: Ah okay um eben auch Klagen zu verhindern ist ja auch sinnvoll.
00:20:26: Ist das dann so dass ich da als Betroffener hinkomme und angehört werde?
00:20:29: oder machen Sie das auf Basis des bestehenden Papiers also...
00:20:33: Das meiste läuft über Aktenlage tatsächlich und so haben wir dann relativ viele Fälle an einem Tag wenn wir im Widerspruchsausschluss sind.
00:20:43: Bei der Aktenlage ist es aber so, dass genau geguckt wird.
00:20:46: Sind denn auch andere Gründe noch hinzugekommen?
00:20:50: Die eventuell nicht berücksichtigt worden sind bei der Erstentscheidung deswegen Aktenlager.
00:20:54: Oder erlangen Sie eine ganz eigene Kompetenz?
00:20:57: also sie müssen solche Anträge ja plötzlich verstehen und auch fachlich bewerten.
00:21:01: Das ist vollkommen richtig.
00:21:03: dazu gehört aber auch zum Beispiel bei der deutschen Rentenversicherung oder auch bei der Unfallkasse haben wir immer Fachleute sitzen, die uns die Fragen auch noch mal näher bringen und uns auch erklären warum sie das so entschieden haben.
00:21:16: So dass wir, wie bereiten uns natürlich vor, dass wir denn dann auch tatsächlich fachlich gut geschult sind um auch argumentieren zu können.
00:21:24: Und haben Sie daraus jetzt was gelernt?
00:21:26: Also fühlen Sie sich jetzt so ein besser geeignet solche Anträge zu guter?
00:21:29: Die Anträge sind sehr spannend, wo ich aufs.
00:21:33: Auch wenn ich Juristin bin war das natürlich ein Feld nicht in der Universität unbedingt hatten.
00:21:39: So ist das auf jeden Fall eine ganz spannende Geschichte, denn das sind ja letztendlich so sehe ich das auch immer.
00:21:43: Das sind ja Lebensläufe.
00:21:45: dahinter steckt ein Mensch oder einen Betroffene, die hat den Antrag nicht aus Jux und Neulerei gestellt, sondern da ist ne Geschichte hinter.
00:21:54: Und so schaue ich mir auch die Anträge an und versuche diese, also diese Betroffenheit den dann auch gerade im Widerspruch nochmal nach vorne zu setzen.
00:22:02: Damit wir besser verstehen warum der oder diejenige das genau so haben
00:22:06: wollte.".
00:22:07: Jetzt haben Sie noch einen Bogen gespannt.
00:22:08: jetzt sind wir wieder bei der Menschlichkeit.
00:22:11: Ja wer jetzt denkt wie kann ich mich denn selbst engagieren?
00:22:14: Wie kann ich Selbstverwalterin, wie kann Ich Selbst Verwalter werden?
00:22:17: was müsste denn jemand tun um sich in der Selbstverwaltung engagieren zu können?
00:22:23: Das ist relativ einfach.
00:22:24: Wenn der oder diejenige in einer Gewerkschaft ist, dann ist das leichteste, die Gewerksamkeit anzufragen und zu sagen ich interessiere mich zum Beispiel als selbstverwaltung tätig zu sein ob das jetzt bei der... Bundesagentur für Arbeit ist oder ob das bei der Unfallkasse ist, oder ob es bei der deutschen Rentenversicherung Bund ist.
00:22:45: Oder bei einem deutschen Rentennversicherung Regionalträger ist.
00:22:48: Da gibt es verschiedenste Möglichkeiten und wir unterhalten uns dann sehr gerne mit dem.
00:22:52: wir nennen uns Kolleginnen und Kollegen und gucken auch wo sind seine Interessen?
00:22:55: Wo sind die Schwerpunkte?
00:22:57: Und da das Feld zu groß ist werden wir definitiv was finden!
00:23:00: Und vielleicht auch noch für die Menschen.
00:23:02: so ein bisschen damit sie etwas fassen können Sie geordnet in dieses Ehrenamt oder machen Sie Ihren Job parallel weiter?
00:23:10: Also wie muss ich mir das vorstellen.
00:23:12: Ehrenamten ist on top, heißt also... Ich gehe ganz normal meinen Beruf oder meine Berufung nach und bin Gewerkschaftssekretärin im Bundesvorstand und habe dort ein Ressort zu leiten und das mache ich zusätzlich.
00:23:27: Ist es nicht zeitlich total anstrengend?
00:23:29: Ich versuche das natürlich übereinzubringen grundsätzlich aber ich mach das mal so als Beispiel Sie arbeiten und sie gehen trotzdem Fußball spielen und trainieren vielleicht noch eine Jugendmannschaft.
00:23:41: Das machen sie nebenbei, das machen sie zusätzlich.
00:23:43: Warum machen sie das?
00:23:44: Welche intrinsische Motivation haben sie denn dann nach der Arbeit sich nochmal umzuziehen und die Kleinen zu bespaßen?
00:23:50: Genau diese Motivations.
00:23:51: Die treibt mich an für die Betroffenen und für die versicherten Seite da zu sein!
00:23:55: Okay
00:23:55: heißt aber auch dass ihr Arbeitgeber bereit sein muss zu akzeptieren ist vorliebig einen bestimmten Tagen zwischen zehn und vierzehn Uhr ein Gremium hier bei der Rennenversicherung
00:24:03: hat Ein Ehrenamt wird in der Regel von Arbeitgebern auch geschätzt.
00:24:08: Warum?
00:24:09: Zeigt einmal eine Sozialkompetenz, ist das eine und wie Sie schon vorhin sagten man erwirbt natürlich noch ganz andere Fähigkeiten.
00:24:16: Einfach mal so nebenbei!
00:24:17: Ja stimmt
00:24:18: ja.
00:24:19: Eine gute Weiterbildung nebenbei.
00:24:21: Gut wer mehr darüber wissen möchte oder überhaupt auch über die Arbeit wissen möchte da kann sich gut informieren unter www.sozialwahl.de.
00:24:29: Da wird es ganz verständlich erklärt, da kann man im Internet nochmal genauer schauen.
00:24:34: All das, was Sie, Frau Liebich jetzt nicht erwähnt haben steht dann da.
00:24:37: Also ich fühle mich wirklich gut abgeholt und weiß relativ gut
00:24:40: Bescheid.".
00:24:41: Das freut mich sehr!
00:24:42: Ich freue mich auf jeden Fall wenn viele die das hören tatsächlich Interesse zeigen und ich berate sehr gerne einfach mal bei uns auch auf der Gewerkschaftseite zu gucken unter dem Stichwort Sozialwahlen.
00:24:55: Da werden sie sicherlich noch einige Informationen finden und kontaktieren sie uns einfach.
00:25:00: Super!
00:25:04: Was habe ich festgestellt?
00:25:07: Die Selbstverwaltung ist ein elementarer Bestandteil in unserer Gesellschaft, in unsere Demokratie um die sozialen Sicherungssysteme zu verwalten, zu stützen und auch durchaus eine gewisse Unabhängigkeit dieser Sicherungs-Systeme zu gewährleisten.
00:25:22: So nehme ich zumindest wahr!
00:25:25: Ich habe festgestellt es ist ein Ehrenamt.
00:25:28: Es läuft on top.
00:25:29: also es für ihren Fußballtrainer eine Fußballtrainnerin zu sein das ist natürlich eine Hausnummer.
00:25:34: Also das muss man dann auch wollen, muss ich sagen.
00:25:36: Aber vielleicht ist es schön... immer wieder eine Reise nach Berlin, oder?
00:25:40: Also wenn man bei der Dia verbunden ist.
00:25:42: Es macht sehr viel Spaß!
00:25:43: Man lernt natürlich verschiedenste Menschen kennen, verschiedene Geschichten kennen.
00:25:48: und was mich immer wieder motiviert es tatsächlich... Wenn man so ein Helfer-Syndrom hat wie ich, man hilft sehr gerne und weiß auch dass das ankommt.
00:25:56: also das ist nicht irgendwo im Nibelösen sondern es kommt hier tatsächlich auf die Einzelgeschichte an und da steckt einen Mensch dahinter und dem oder ihr wird geholfen.
00:26:04: Es ist sehr konkret.
00:26:06: Und es ist auch sehr konkret für die einzelnen Personen selbst, für diese versicherten Menschen in Deutschland.
00:26:10: Die können sich engagieren.
00:26:12: Sie können ihre Selbstverwalterinnen und Selbstverwärter wählen in der Sozialwahl.
00:26:16: Das wäre mein dritter Fakt.
00:26:17: Die nächste Sozialwahr ist zwanzig, neunzwanzig.
00:26:20: Die Werbung dafür läuft habe ich gehört.
00:26:22: Jeder kriegt ein Brief oder man kann vielleicht auch über das Internet, über Social Media Kontakt da zu finden auf das rote Herz achten?
00:26:28: Ich glaube, dass ist so ein bisschen eingänglich.
00:26:30: Ja
00:26:31: gut!
00:26:32: Danke, das war's mit dem Realitätscheck.
00:26:34: Und ich möchte erst mal vielen Dank sagen für dieses sehr spannende, sehr interessante Gespräch und natürlich Ihr Engagement hier bei uns bei der Deutschen Rentenversicherung als Selbstverwalterin vorliebig.
00:26:45: Danke schön!
00:26:45: Vielen Dank, dass Sie mich gefragt haben.
00:26:47: Aber ich möchte Sie noch was fragen.
00:26:49: Bitte?
00:26:50: Das frage ich jeden.
00:26:51: Haben sie Lust auf ein Spiel?
00:26:52: Gerne.
00:26:55: Fairytale
00:26:58: Vorliebig.
00:26:59: erinnern Sie sich an Ihre letzte gute Tat.
00:27:01: Groß oder ganz klein?
00:27:02: Meine gute Tat... Klein.
00:27:08: Ich habe meiner Nachbarin geholfen, ein Brief zu verstehen.
00:27:13: Super!
00:27:13: Barmpendeutsch?
00:27:14: Genau.
00:27:17: Das war so kompliziert, dass ich gesagt hatte, Dorebecker, ich versteh es wirklich nicht kannst du mal drüber gucken und da konnte ich ihr das dann auseinander nehmen sagst du... Das wollen sie sagen und das sollst du machen.
00:27:29: Da muss ich sagen, dann hab' ich auch schon etliche gute Taten vollbracht weil das ist tatsächlich etwas was ich da noch gerne mache.
00:27:34: Ich verstehe das, weil ich im System bin Und dann kann ich den Menschen auch sagen, dass das bedeutet
00:27:39: Schön!
00:27:40: Gut,
00:27:40: kommen wir zur nächsten Frage Gibt es einen Satz oder ein Leitspruch der Sie immer wieder ermutig, der Sie trägt?
00:27:46: Mit Spaß geht's immer weiter.
00:27:49: Das sage ich deswegen so gerne Denn wie oft gibt es natürlich Situationen die nicht ganz so spaßig sind.
00:27:56: Und wenn man sich darüber bewusst macht, wir sind gesund.
00:27:58: Wir können da dran teilhaben an der Situation die gerade ist andere können es vielleicht nicht und sich dessen bewusst zu werden sage ich dann sehr gerne und sehr oft hey mit Spaß geht's immer ein Stück weiter.
00:28:10: Ja
00:28:10: und wenn man den Spaß reinbringt dann wären auch die schlimmsten Sachen plötzlich erträglicher das stimmt.
00:28:16: Welcher Moment hat Ihnen denn zuletzt das Gefühl gegeben dass war jetzt richtig gut?
00:28:21: Das war bei dem Kongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
00:28:26: Da haben wir verschiedenste Anträge beschlossen und da gab es unter anderem auch einen Antrag, wie wir glauben dass Integration wichtig ist.
00:28:35: Denn gerade an der Stelle sollte jetzt wieder gekürzt werden Gelder
00:28:38: usw.,
00:28:39: Haushaltslage.
00:28:40: Und der Antrag wurde angenommen.
00:28:43: Und das fand ich ein sehr, sehr schönes Gefühl zu wissen.
00:28:46: Dass hier viele Menschen im Raum sind nicht nur die Delegierten sondern auch Gewerkschafterinnen und Gewerksamter, die sich dafür einsetzen dass wir Integration ernst nehmen, dass wir Menschen nicht nur nach Deutschland hohen umzuarbeiten, sondern sie befähigen auch in die Gesellschaft reinkommen zu können.
00:29:04: Das fand ich sehr, very schön!
00:29:06: Ja, das ist toll wenn man merkt, dass Gruppen existieren für sowas stehen.
00:29:10: Das stimmt vielleicht gerade heutzutage wichtiger denn je Im Sinne einer Lernkultur, schätzen wir neue Erfahrungen immer sehr.
00:29:19: Gab es in ihrer jüngsten Vergangenheit eine Situation aus der Sie Neues mitnehmen konnten?
00:29:25: Das kommt ganz banal.
00:29:27: Ja!
00:29:28: Ich
00:29:29: habe einen kleinen Garten und bis jetzt hat mich Rasen gemäht und dann die Kante halt so ein bisschen mit der Schere da rum geschnitten.
00:29:36: Und er sagte mir meine Nachbarin Rebecca du machst dir mal so viel Arbeit.
00:29:39: Du, da gibt es einen Rasentrimmer ist sowas für den Ding.
00:29:41: So ein Rasentrummer ist so.
00:29:43: achso okay habe ich mich schlau gemacht.
00:29:46: Und jetzt haben Sie ein Rasentimmer?
00:29:46: Ja, jetzt hab' ich einen Rasentimer und dazu gelernt!
00:29:51: So klasse...
00:29:53: Das ist vorgestern passiert.
00:29:56: Hoch aktuell!
00:29:58: Ja vielen Dank Frau Lieblich.
00:30:00: Vielen Dank für Ihre Offenheit und für das tolle Gespräch.
00:30:05: Mensch du hast recht.
00:30:07: Freuen sie sich auf die nächsten Folgen in denen es um sie und ihr Recht auf Rehabilitation geht.
00:30:13: Vielen dank fürs Zuhören Bis dann.
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